Mittwoch, 26. März 2014

Abel Tasman Nationalpark

Wie sehr hatte ich mich auf den Abel Tasman Nationalpark gefreut! Auf sämtlichen Reiseblogs hatte ich schon vor dem Abflug Empfehlungen gelesen und auch mein Reiseführer versprach ein Paradies. Jetzt, wo ich selbst dort war, kann ich das nur weitergeben. Die Fotos sind zwar inzwischen schon über 5 Wochen alt und den Großteil des Textes habe ich noch in Blenheim getippt, nichtsdestotrotz gehört dieser Eintrag natürlich auf den Blog. Et voilà:

Da Sarah und ich eine mehrtägige Tour während der Hochsaison planten, kümmerten wir uns ca. 2 Wochen vorher um die Buchungen. Am 7.Februar räumten wir dann erstmal unsere großen, wohlgemerkt 80-Liter-Rucksäcke aus, um anschließend nur das Nötigste wie Schlafsack, Handtuch, Sonnencreme, Verpflegung für 4 Tage inklusive 2 Liter Wasser und den von Kevin geliehenen kleinen Campingkocher plus Gasflaschen einzupacken.

Leider wiegt auch das Nötigste locker mal 8 Kilo und so kommt man doch ganz schön ins Schwitzen, wenn man mehrere Stunden pro Tag bergauf und -ab wandert. Die kleinen Pausen an Stränden und Aussichtspunkten kann man dafür aber dann gleich noch ein bisschen mehr genießen ;) Los ging es morgens um 7 am 8.Februar, da holte uns ein Bus aus Nelson ab und brachte uns nach Marahau, dem Startpunkt des Great Walk Tracks. Sofort waren wir fasziniert von der wunderschönen Landschaft. An diesem Tag waren wir auch mehr als froh, dass man sich auf die Wettervorhersage in Neuseeland grundsätzlich nicht verlassen kann. Wir hatten uns schon auf einen komplett verregneten Tag eingestellt und waren umso glücklicher, stattdessen bei strahlendem Sonnenschein wandern zu können. Ungefähr 5 Stunden liefen wir bis zur ersten Hütte, der Anchorage Hut. Die ist nicht nur noch ziemlich neu, sondern liegt auch direkt am Strand. Da verbrachten wir dann den restlichen Nachmittag, natürlich nicht ohne mal ins Meer zu springen. In den Hütten gibt es übrigens weder warmes Wasser noch Strom, deshalb lagen wir schon recht früh, sobald die Sonne untergegangen war, auf unseren Schaumstoff-Matten und schliefen.


Unser Frühstück am nächsten Morgen bestand aus Haferflocken mit kaltem Wasser. Hauptsache satt werden, dachten wir uns. Dann machten wir uns auf den Weg zur Bark Bay Hut. Nun gibt es im Abel Tasman ein paar wenige Stellen, an denen man die Ebbe-Zeiten beachten muss. Bei Flut muss man an diesen Stellen nämlich gezwungenermaßen einen längeren Weg außenrum laufen, während man ca. 2 Stunden vor und 2 Stunden nach Ebbe ein kurzes Stück durchs Wasser gehen kann. Schon bei der Ankunft an der zweiten Hütte waren meine Füße übersäht mit Blasen und Insektenstichen. Aber ok, in einer so schönen Umgebung, wie wir sie im Abel Tasman hatten, lässt sich das noch aushalten. Kurz bevor wir am nächsten Tag erschöpft die dritte Hütte in Awaroa erreichten, kamen wir zu einer Wegabzweigung, die uns zu einem Restaurant lotste. Die Pommes, die wir und nach der stundenlangen Wanderung schmecken ließen, waren dann natürlich gleich doppelt gut. Am 11.Februar hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen von diesem wunderschönen Fleckchen Neuseelands. Nachdem uns Anna auf ein Getränk im Café eingeladen hatte, liefen Sarah und ich am Awaroa Beach entlang und warteten auf unser Wasser Taxi. Das kam dann nachmittags angesaust, fuhr mit uns vorbei an Pinguinen und Robben und brachte uns schließlich wieder zurück nach Marahau.


Der Abel Tasman war und ist auf jeden Fall eins meiner bisherigen Highlights in Neuseeland. Abgesehen vom Südsee-Feeling fühlt man sich dort auf manchen Strecken wie im Urwald. Und auch wenn die Bilder wohl schon einen ganz guten Eindruck vermitteln: So schön wie es dort wirklich ist, können die Fotos nie sein.

Kommentare:

  1. Ich bin begeistert. Da muss ich unbedingt hin. Hoffentlich kannst du dich hier in Deutschland überhaupt wieder eingewöhnen. Das ist ja toller wie in jeder"Rosamunde-Pilcher-Kitsch"Verfilmung..... tolle Texte-tolle Bilder...liebste Grüße Deine Mami

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  2. Wie wunderschön es dort aussieht! Da wird man sofort neidisch! :o
    Klasse Bilder von einer scheinbar echt wunderschönen Landschaft!
    Liebe Grüße

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  3. Danke für deine lieben Kommentare Victoria, habe mich sehr gefreut :) ganz liebe Grüße aus Kaikoura!

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Danke für deinen Kommentar :)